Veröffentlicht am: 07.03.2006

Pfeil rechtsIntermodaler Korridor zwischen Bremen und Berlin

Fünf Jahre, nachdem das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik die Gestaltung und Umsetzung eines intermodalen Korridors zwischen den Standorten Bremen und Berlin im Rahmen eines praxisorientierten Forschungsvorhabens thematisierte, erfolgt nun die Realisierung. Mit Start 1. März 2006 wird ein regelmäßiger Güterzug des kombinierten Verkehrs zwischen den GVZ-Standorten in Bremen und Wustermark 5mal pro Woche zum Einsatz kommen. Unter dem Namen Weser-Spree-Express werden sowohl Sammelgut- als auch Containertransporte erfolgen. Der mit dem Vorhaben verfolgte Anwendungscharakter hat sich damit unter Beweis gestellt.



Die Projektidee einer systematischen Angebotskonzeption im Kombinierten Verkehr, die eine Kombination aus verladerorientierten KV-Verbindungen und Seehafenhinterlandtransporten vorsah, wurde im Jahr 2000 vom ISL mit Vertretern beider Standorte diskutiert. Im Jahr 2001 erfolgte dann die gemeinsame Beauftragung durch das Bundesverkehrsministerium in Berlin, den Senator für Wirtschaft und Häfen des Landes Bremen, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin und die Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburgs. Aktiv beteiligt wurden Vertreter der Güterverkehrszentren, private Eisenbahnunternehmen, Umschlageinrichtungen, Speditionen und Verlader aus Industrie und Handel.

Unterschiedliche Systementwürfe und Produktionsmodelle fanden Berücksichtigung und wurden kontinuierlich an die Ergebnisse angepasst. Nach Fertigstellung des Projektes Anfang 2002, das sich ausdrücklich für eine marktfähige und damit erfolgversprechende Angebotskonzeption aussprach, arbeitete das ISL mit Unterstützung unterschiedlicher Partner an der Realisierung eines Intermodalen Korridors weiter.

Im Auftrag von bremenports wurde gemeinsam mit Danziger Consulting ein Businessplan erstellt und das Berliner Büro von Bremen Keyports Marketing stellte weitere Praxiskontakte her.

Dass dieser Ansatz nunmehr sein Angebot und seine Nachfrage gefunden hat, bestätigt die seit Jahren verfolgte und sich in stetiger Weiterentwicklung befindende Forschungsausrichtung des ISL im Intermodalen Bereich. Die Verknüpfung betrieblicher und wirtschaftlicher Fragestellung mit den Anforderungen und Leistungsmerkmalen der Verkehrsträger sowie Infra- und Suprastrukturen trägt zur Prozessintegration bei und hilft, Hemmnisse zu überwinden.

Kontakt: Sabine Szafera

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