Außergewöhnliche Dynamik im nordamerikanischen Containerverkehr

Daten des jüngsten ISL Monthly Container Port Monitor (MCPM) zeigen, dass der Containerverkehr in nordamerikanischen Häfen im Mai 2021 historische Höchststände erreichte.

An der Westküste erzielte der Hafen Los Angeles das erste Mal in seiner Geschichte ein monatliches Volumen von mehr als einer Million TEU und steigerte den Umschlag gegenüber dem Krisenjahr 2020 um 74 %. Doch auch gegenüber dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie wurde eine deutliche Steigerung erreicht: Der Umschlag lag im Mai 2021 22,1 % über dem Niveau von Mai 2019. Auch in Long Beach und Vancouver wurden neue Allzeit-Höchststände registriert. Die Häfen lagen 58,2 % bzw. 39,5 % über dem Mai des Vorkrisenjahrs 2019.

An der Ostküste gab es in den Häfen New York/New Jersey und Port of Virginia neue Umschlagrekorde. Mit Ausnahme von Montreal lagen alle Ostküstenhäfen über dem Vorkrisenmonat Mai 2019 – über alle Häfen wurde ein Plus von 18,1% erzielt.

Aufgrund der außergewöhnlichen Entwicklung der vergangenen Monate ist Nordamerika die dynamischste Region im Containerverkehr der vergangenen zehn Jahre. Im Mai stieg der Indexwert in den nordamerikanischen Häfen auf 161,5 (Mai 2010-April 2011 = 100), während der weltweite Containerumschlag bei 146,2 und der europäische Umschlag nur bei einem Wert von 138,5 lagen.