Die deutsche Handelsflotte schrumpft weiter

Die von deutschen Eignern kontrollierte Handelsflotte umfasste Mitte 2019 rd. 2.715 Schiffe mit einer Tonnage von insgesamt 93 Millionen dwt - verglichen mit rund 4.000 Schiffen und 131 Millionen dwt im Jahr 2013. Damit ist Deutschland unter den führenden Schifffahrtsnationen der "größte Verlierer" seit Beginn der Schifffahrtskrise.

Entwicklung der von deutschen Unternehmen kontrollierten Flotte

Die deutsche Handelsflotte schrumpft weiter © ISL, basierend auf Clarkson Research Services Limited (CRSL)

Während Länder wie Griechenland und China die Kapazität ihrer Handelsflotten erweitert haben, ist die von deutschen Unternehmen kontrollierte Handelsflotte stark geschrumpft. Deutschland, nach wie vor die viertgrößte Schifffahrtsnation, verzeichnete seit 2013 jedes Jahr einen Rückgang seiner Handelsflotte - insgesamt um ein Viertel in Bezug auf die Tonnage und um rund ein Drittel in Bezug auf die Schiffsanzahl. Seit dem Zusammenbruch des KG-Finanzierungssystems haben deutsche Eigentümer einerseits kaum neue Schiffe bestellt, andererseits waren sie gezwungen, ihre Schiffe zu verschrotten oder (ins Ausland) zu verkaufen. Nach Angaben des Verbandes der deutschen Reeder wurden die meisten Schiffe an finanzstarke griechische Eigentümer verkauft, gefolgt von Käufern in China und Singapur.

Diese und andere Trends in der Entwicklung der globalen Handelsflotte finden Sie in der jetzt erschienenen ISL SSMR 2019-11. Sie ist über den ISL Webshop erhältlich.

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