Die Entwicklung im Containerumschlag ist weiterhin nachhaltig gestört

Besonders die Betrachtung der kurzfristigen Entwicklung des weltweiten Containerumschlags zeigt die verhaltene Marktentwicklung. Lediglich die Häfen an der US-Ostküste sowie die Häfen Südeuropas und Australiens zeigen eine positive Tendenz. Im Fahrtgebiet Südeuropa ist es insbesondere Valencia, der größte Hafen dieser Range, der mit einem Plus von 33% im Vergleich zum Vormonat für das positive Ergebnis verantwortlich ist und den Umschlag der gesamten Region in einen positiven Bereich hebt. Der Hafen konnte sein April-Ergebnis damit auf 450 tausend TEU steigern. An der Ostküste Nordamerikas sind es insbesondere die Häfen von Houston und Savannah, die die positive Entwicklung tragen. Sie konnten ihr März-Ergebnis um 8,5% bzw. um 11,4% auf 345.000 TEU bzw. 496.000 TEU steigern. Allen drei genannten Regionen mit einem positiven Ergebnis ist aber gemein, dass die Steigerung im Schnitt kleiner als 2% ist.

Insbesondere die Häfen, die vorwiegend den Im- und Export mit den Produktionszentren im fernen Osten abwickeln, wie z.B. die Westküstenhäfen der USA und Kanadas, aber auch Südamerikas und der Nordrange, sind immer noch durch Störungen innerhalb der Lieferketten und zeitweilige Lockdowns in chinesischen Häfen (hier vor allem Schanghai) betroffen.
Besonders auffällig ist die negative Entwicklung auf Länderebene. So verzeichnen die Häfen Brasiliens in der Summe ein Minus von 12,4% und die Deutschlands ein Minus von 13,3%.

Weitere Einzelheiten über die Entwicklung der wichtigsten Containerhäfen der Welt finden Sie in der aktuellen Ausgabe des ISL Monthly Container Port Monitor (MCPM).