Fossiles LNG kein Allheilmittel – Alternative Kraftstoffe mit mehr Potenzial für Klimaschutz

Die internationale Seeschifffahrt ist im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern ressourceneffizient. Im direkten Vergleich sind die CO2-Emissionen für die erbrachte Transportleistung zwar niedrig, dennoch muss sich die Schifffahrt den Anforderungen der politisch und gesellschaftlich geforderten Reduzierung der CO2-Emissionen stellen.

Im Rahmen der Konferenz „Zero Emission Shipping“ diskutierten Teilnehmer Lösungsansätze, wie ein (nahezu) emissionsfreier Seeverkehr erreicht werden kann. In den Vorträgen ging es um alternative Antriebssysteme (u.a. Flettner-Rotor), nachhaltige Energieträger und Brennstoffe, Kompensation von Emissionen, Beitrag der Digitalisierung sowie Lösungsansätze im Schiffbau.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Andreas Hübscher das ISL-Thesenpapier „CO2-neutrale Schifffahrt – im Spannungsfeld zwischen technischen Möglichkeiten, ökologischer Vernunft sowie ökonomischer und politischer Interessen“.

Fossiles LNG kein Allheilmittel – Alternative Kraftstoffe mit mehr Potenzial für Klimaschutz © Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen e.V.
Zero Emission Shipping, 15.Jan.2020, Oldenburg

Herr Hübscher zeigte den Status Quo der internationalen Bemühungen der IMO und der Europäischen Gemeinschaft, den technischen Stand der weltweiten Handelsflotte hinsichtlich der geforderten CO2-Zielmarke sowie die bereits bewirkte Reduzierung der globalen CO2 Emissionen im maritimen Sektor auf. Im Fokus standen dabei die bisher erreichte Effizienzsteigerung der Schiffe (EEDI), die Konstruktionsgeschwindigkeit von Schiffen, die zu erwartende Steigerung der Transportleistung, der geringe Beitrag von LNG für den Klimaschutz, der Einsatz von alternativen Kraftstoffen (Bio-Kraftstoffe, synthetischen Kraftstoffe [Ammoniak, Methanol] aus nachhaltigem Wasserstoff) sowie die Verfügbarkeit von nachhaltig erzeugter Elektroenergie für die Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff.

Fossiles LNG kein Allheilmittel – Alternative Kraftstoffe mit mehr Potenzial für Klimaschutz © Tanja Föhr