Globaler Containerumschlag stagniert wieder

Die Entwicklung des weltweiten Containerumschlages verläuft zunehmend schleppend. Verglichen mit den Ergebnissen im August dieses Jahres wurden von den im ISL MCPM beobachteten Häfen knapp 1 Mio. TEU bzw. 2% weniger Behälter umgeschlagen. Auch verglichen mit den Ergebnissen von September 2020 lag das Plus nur bei 2,3%.
Von den normalerweise als Wachstumstreiber bekannten chinesischen Häfen kann nur der Hafen von Shenzhen verglichen mit dem zweiten Quartal dieses Jahres ein deutliches Plus vorweisen. Alle anderen beobachteten Häfen der Volksrepublik konnten allenfalls ein schwach positives Quartalswachstum erreichen. Auch in der Summe konnten diese Häfen ihr Ergebnis vom 2. Quartal nur knapp behaupten und erreichten einen addierten Gesamtumschlag von 17,5 Mio. TEU im September und 52,8 Mio. TEU im kompletten 3. Quartal.

@ISL

 

Der Blick auf den amerikanischen Kontinent zeigt ein heterogenes Bild. Verglichen mit dem Vormonat sowie mit September 2020 erreichten die beobachteten Häfen Mittel- und Südamerikas ein positives Ergebnis. Der Hafen von Santos erzielte beispielsweise mit einem Quartalsergebnis von 1,2 Mio. TEU das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Die Häfen Nordamerikas mussten hingegen einen spürbaren Umschlagrückgang verkraften. Lediglich die Häfen der Ostküste konnten ein Plus verzeichnen.
Nach den Umschlagrückgängen im August 2021 konnten die meisten europäischen Häfen wieder leicht zulegen. Zwar sind die Quartalsergebnisse im 3. Quartal noch immer unbefriedigend, aber in der monatlichen Betrachtung haben mit Ausnahme der baltischen Häfen die meisten Umschlagplätze sowohl verglichen zum Vorquartal als auch zum 3. Quartal 2020 wieder ein positives Ergebnis erreicht.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und weiterer Faktoren auf die Entwicklung der globalen Hafenwirtschaft werden in der nächsten Ausgabe unserer SSMR mit dem Schwerpunkt Weltseehandel und Hafenentwicklung ausführlich herausgestellt.