Auch die kleineren Hafenregionen sind wieder auf Wachstumskurs

Daten des jüngsten ISL Monthly Container Port Monitor (MCPM) zeigen, dass der Containerverkehr in den Häfen rund um den Indischen Ozean annähernd wieder das Vor-Covid-Niveau erreicht haben.

Auch die kleineren Hafenregionen sind wieder auf Wachstumskurs
© ISL

Neben den Häfen in Australien und Südasien profitieren auch die südafrikanischen Häfen von der Erholung des Welthandels. Vergleicht man die aktuellen Ergebnisse mit dem langjährigen Mittel von 2015-2019, so ist zu erkennen, das hier jedoch die Wachstumsraten zu keiner Zeit zweistellig positive Werte erreicht haben wie in den hier betrachteten Häfen Thailands und den Philippinen oder insbesondere den Häfen Australiens. Ein Grund hierfür ist, laut südafrikanischen Experten, in der unbefriedigenden Effektivität vor allem der Terminals in Ngqura und Durban zu sehen. Aus diesem Grund ist die südafrikanische Regierung auch in Gesprächen mit ausländischen Investoren, wie z.B. Dubai Ports, um Investitionen und Know-how in den effektiveren Betrieb ihrer Terminals fließen zu lassen. Seit dem letzten Quartal 2020 hat die Regierung Investitionsvereinbarungen in Höhe von mehreren Millionen US$ abgeschlossen, um die bestehenden Terminals zu verbessern. Alles in allem haben die südafrikanischen Häfen im Juni 2021 einen Umschlag von nahezu 380.000 TEU erreicht. Das ist das fünftbeste Ergebnis seit dem Ausbruch der Pandemie.

Etwas besser als die südafrikanischen schneiden die Häfen Südasiens in der aktuellen Ausgabe des MCPM ab. Hier hat es eine negative Entwicklung zuletzt Mitte 2020 gegeben, seither wurde auch mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten wieder Umschläge von ca. 1,3 Mio. TEU/Monat erreicht. Insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2021 haben die Umschläge in den Containerterminals in Laem Chabang, Bangkok und Manila deutlich an Fahrt aufgenommen. Auch das hier nicht berücksichtigte Port Klang in Malaysia (die vorliegenden monatlichen Ergebnisse von ca. 1,2 Mio. TEU lassen hier noch keine langfristige Betrachtung zu) zeigt ähnlich positive Ergebnisse. Erheblich größer sind die monatlichen Wachstumsraten in den australischen Häfen von Sydney, Melbourne und Brisbane. Seit Mitte 2020 wurden nur viermal (saisonbedingt) Wachstumsraten von unter 10% bezogen auf den langjährigen Durchschnittsumschlag erreicht, heute liegt die Summe dieser drei Häfen mit ca. 380.000 TEU monatlich wieder nahe an den Rekordergebnissen von Mitte 2018.