Das Wachstum des globalen Güterverkehrs schwächt sich langsam ab

Daten des jüngsten ISL Monthly Container Port Monitor (MCPM) zeigen, dass sich der Anstieg des Containerverkehrs in den Häfen rund um den Globus leicht abschwächt. Zwar wurde in Bezug auf den Vormonat wieder ein leichtes Plus erzielt, der Anstieg erreicht jedoch nur noch 4,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat nach durchweg zweistelligen Werten über die letzten sechs Monate. Auffällig ist in Bezug auf die Juli-Werte, dass die Häfen in China und im Nahen Osten mit einem Umschlagrückgang diese Abschwächung des Wachstums ausgelöst haben. In den beobachteten zehn größten chinesischen Containerhäfen wurden im Juli dieses Jahres insgesamt 17,3 Mio. TEU umgeschlagen, was einem Minus von 1% im Vergleich zum Juli des Vorjahres entspricht. Dieser Rückgang wurde ausgelöst durch Umschlageinbußen der drei größten Häfen Shanghai (-5,2%), Ningbo (-3,6%), und Shenzhen (-2,9%). 

 

Das Wachstum des globalen Güterverkehrs schwächt sich langsam ab
© ISL

Am oberen Ende der Wachstumsskala finden sich neben den Häfen der US-Westküste auch Häfen in Südafrika, Ozeanien und – wie auch schon im Vormonat – Südostasien. Besonders hervorzuheben ist eine Verdoppelung des Umschlags im Hafen Ngqura in Südafrika von ca. 45-50.000 TEU/Monat auf über 130.000 TEU im Juli dieses Jahres. Zwar wird dieser Rekordwert in erster Linie durch kurzfristige Verlagerungen von anderen Häfen erzielt, jedoch zeigt dieses Ergebnis die Leistungsfähigkeit des neuen Terminals im Einzugsgebiet von Port Elisabeth.  

Eine weitere beeindruckende Entwicklung ist im Hafen Lazaro Cardenas in Mexiko zu beobachten. Lagen hier die monatlichen Umschlagszahlen im Jahr 2020 zwischen 75.000 und 90.000 TEU und auch vor dem Beginn der COVID-19 Pandemie nie über 130.000 TEU, so ist in den letzten drei Monaten die 140.000-TEU-Marke durchgängig übertroffen worden. Neueste Meldungen geben für August 2021 sogar einen Umschlag von 176.000 TEU an, was dem Doppelten des gleichen Monats im Jahr 2020 entspricht.

Diese überaus positiven Entwicklungen können jedoch nicht die geringeren Zuwächse in den anderen vom ISL in diesem Port Monitor beobachteten Hafenregionen wettmachen.