Weltcontainerumschlag: Unruhiges Fahrwasser nach solidem Wachstum in 2018

Der Weltcontainerumschlag ist nach Erhebungen des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) im Jahr 2018 um rund 4,9 % angestiegen. Dies teilte das Bremer Institut nun zum Anfang des Juni 2019 mit. Während vorläufige Schätzungen bereits deutlich früher verfügbar waren, lagen den Bremer Forschern nunmehr die endgültigen Zahlen von insgesamt 372 Seehäfen vor, in denen im Jahr 2018 insgesamt 676 Mio. TEU (Standardcontainereinheiten) umgeschlagen worden sind.

„Dieses vergleichsweise hohe Wachstum ist natürlich erfreulich“, so Prof. Dr. Burkhard Lemper, Geschäftsführer des ISL. „Gleichzeitig“, so Lemper weiter, „blicken wir angesichts der jüngsten Äußerungen der Weltbank bezüglich der reduzierten Investitionstätigkeit und der reduzierten Wirtschaftswachstumserwartungen aktuell etwas besorgt auf die vorläufigen Zahlen des Jahres 2019“.

Zur laufenden Marktbeobachtung kann das ISL dabei auf eine Stichprobe von Häfen zurückgreifen, für die monatliche Umschlagdaten zeitnah verfügbar sind. Diese Daten, die auch als „RWI/ISL-Index“ veröffentlicht werden, deuten darauf hin, dass sich der Umschlag in 2019 bereits deutlich verlangsamt hat und in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 lediglich rund 2,4 % über den Werten des Vorjahres lag. „Angesichts des unklaren Ausgangs der zuletzt unerwartet stark eskalierten Handelsstreitigkeiten ist die Entwicklung des Containerumschlags in der zweiten Jahreshälfte nunmehr völlig offen“, so Prof. Dr. Burkhard Lemper vom ISL in Bremen.

Die ISL SSMR 2019-5-6 wird sich mit diesen und einigen anderen Entwicklungen rund um den Containerumschlag und die Stückgutschifffahrt befassen. Die Ausgabe wird derzeit erstellt und ist über unseren Webshop bestellbar.