OWiSS

Projektlaufzeit
01.2015 - 12.2017
Projektauftrag
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektförderung
Forschung für die zivile Sicherheit Bekanntmachung: „Maritime Sicherheit“

In den deutschen Offshore Windenergieparks vor unseren Küsten drehen sich die Windräder. Doch genau dort lauern auch Gefahren: Naturkatastrophen, Unfälle, Störungen oder Angriffe können die sichere Energieversorgung gefährden.

Im Rahmen von OWiSS erforscht das ISL nun gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus der Region, wie Störungen von Offshore Windenergieparks verhindert oder minimiert werden können. OWiSS, das im Zuge des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert wird, hat eine Laufzeit von drei Jahren. Neben dem ISL gehören zum Konsortium die Deutsche Offshore Consult GmbH (DOC), das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Fraunhofer IFAM), das Institut für Seevölkerrecht und Internationales Meeresumweltrecht (ISRIM) sowie zwei Einrichtungen der Hochschule Bremerhaven: das Institut für Windenergie (fk-wind:) und das Institute for Safety and Security Studies (IsaSS).

Die Mindestziele im Energiekonzept der Bundesregierung sehen eine Steigerung des Anteils der regenerativen Energiequellen von 35 Prozent bis 2020 und bis zu 80 Prozent bis 2050 vor. Die Offshore Windenergie trägt hier einen großen Anteil bei. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Energieversorgung durch Offshore Windparks und dem damit verbundenen Leistungszuwachs verfolgt OWiSS nun das Ziel der Erhöhung der Sicherheit dieses Bereichs. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen, die sich auf in Betrieb befindliche Offshore Windenergieparks sowie vor- und nachgelagerte Bereiche des Lebenszyklus beziehen.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen des ISL stehen logistische und informationstechnische Prozesse während des Betriebs und in Bezug auf weitere Nutzungsmöglichkeiten von Offshore Infrastrukturen. Ursachen für mögliche Bedrohungsszenarien dieser Prozesse werden ebenso betrachtet wie die Entwicklung neuer und verbesserter Maßnahmenkonzepte unter Einbeziehung bereits vorhandener präventiver und reaktiver Maßnahmen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird unter Einsatz von projektspezifisch erweiterten Simulationsmodellen untersucht.

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