Fährschifffahrt in Indonesien

Projektlaufzeit
01.2009 - 10.2009
Projektauftrag
Ministry of Transportation, Jakarta

Zu den regionalen Schwerpunkten der ISL-Arbeit gehört Indonesien. Aufgrund seiner insularen Struktur ist Indonesien eines der größeren Länder der Erde, und sein Netz von Schifffahrtsrouten ersetzt die Bahn und Autobahnen anderer Länder. Daher ist ein gut organisierter Fährtransport nicht nur unabdingbar für Handel und Industrie sondern auch für die Landesentwicklung der abgelegenen Regionen und die Verbesserung der Lebensbe­dingungen von deren Einwohnern. Wie überall kann ein Netz, das nicht kostendeckende Routen enthält, nur vom Staat oder mit Subventionen unterhalten werden. Die Gesellschaft, die solch ein über das ganze Land reichendes Netz mit rund 30 Schiffen unterhält, ist die PT. PELNI. Über viele Jahre zeigte die Gesellschaft eine vernünftige Bilanz, aber die rasch steigenden Bunkerkosten und der Wettbewerb durch „Billigflieger“ verstärkten die Verluste signifikant.

Aufgabe des ISL war es, alle Ausgaben und Einnahmen unter die Lupe zu nehmen und die Finanzstruktur zu verbessern. Ein erfahrenes Team diskutierte die Probleme vor Ort mit den Marktteilnehmern und sammelte auf Fährschiffsreisen Daten an Bord und in den Häfen. Schließlich konnten zahlreiche Empfehlungen zur Erhöhung der Einnahmen und Senkung der Ausgaben gegeben werden. Sie schließen langsameres Fahren auf bestimmten Routenabschnitten, eine Änderung der Tarifstruktur, eine verbesserte Berechnung der Betriebssubventionen und Änderung mancher Routen ebenso ein wie den Umbau und Neubau von Schiffen und Vieles mehr. Einige dieser Empfehlungen haben unmittelbaren Effekt, andere sind die Basis für einen Strategiewechsel mit dem Schwerpunkt auf einem größeren Anteil des Frachttransportes.

Der positive Effekt für Deutschland ist die Absicht, weitere Fähren von deutschen Werften zu bestellen.