Studie “TEN-T Motorways of the Sea Horizontal Priority (MoS II)”

Projektlaufzeit
01.2019 - 06.2022
Projektauftrag
Europäische Kommission / Generaldirektion Verkehr (DG Move)

Die Studie „Motorways of the Sea“ (MoS II) unterstützt die Europäische Kommission (GD MOVE) und den MoS-Koordinator Kurt Bodewig bei der Erarbeitung des MoS-Umsetzungsplans (Detailed Implementation Plan – DIP) für den Zeitraum 2019-2022. Das Konzept der Meeresautobahnen (MoS) ist rechtlich und umfassend in Artikel 21 der TEN-V-Verordnung 1315/2013 beschrieben - und unterstützt die maritime Dimension des transeuropäischen Verkehrsnetzes durch die „Connecting Europe Facility“ (CEF).
Das MoS-Konzept als die maritime Säule des TEN-V-Netzes trägt dazu bei, einen europäischen Seeverkehrsraum ohne Hindernisse für Kurzstreckenseeverkehre zu schaffen, den Seeverkehr in die TEN-T Kernnetzkorridore zu integrieren und Seeverkehre mit den Nachbarländern zu erleichtern.

Das ISL hat bereits 2018 die erste MoS-Studie – zusammen mit seinen Partnern CIRCLE SpA und ADS Insight – abgeschlossen. Die Studie diente als Grundlage für den ersten detaillierten Umsetzungsplan (DIP) und der darin enthaltenen Vision für den künftigen Rahmen für die europäischen Meeresautobahnen (MoS) sowie den Plänen für die Integration in die TEN-T Kernnetzkorridore.

Die erneute Beauftragung des Konsortiums ISL, Circle und ADS durch die Generaldirektion Verkehr (DG Move) ist nun die konsequente Fortsetzung der Unterstützung der Europäischen Kommission bei der weiteren Entwicklung der europäischen Meeresautobahnen aus dem Zeitraum 2016-2018.

Die aktuelle MoS II-Studie umfasst folgende Aufgaben:

  1. Entwicklung von zwei aktualisierten und detaillierten Umsetzungsplänen (DIP) für 2019 und 2021:
    • Schwerpunkt liegt auf der Ermittlung der prioritären Bereiche und Maßnahmen für die Meeresautobahnen und der Erstellung von zwei aktualisierten Versionen der Umsetzungspläne (DIP)
  2. Analyse der MoS-Rahmenbedigungen:
    • Aufnahme und Analyse der Gesamtsituation des Seeverkehrs in den sechs maritimen Regionen der EU
    • Analyse der rechtlichen und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
    • Ermittlung des Investitionsbedarfs für Häfen und Schifffahrt im Rahmen des MoS-Konzeptes
    • Identifizierung und Analyse der Anforderungen an eine Integration der Meeresautobahnen in die neun Kernnetzkorridore (CNCs)
  3. Zuordnung von MoS-Projektkategorien zu den Projekten in den neun Kernnetzkorridoren (CNCs):
    • Entwicklung einer Liste von Projektkategorien für Häfen und Schifffahrt unter dem Dach von MoS und die Einbindung in die Projekte der Kernnetzkorridore
    • Identifizierung und Analyse von Finanzierungsalternativen für MoS
  4. Kommunikation und Marketing
    • Vorbereitung, Unterstützung und Weiterverfolgung der MoS-Konferenzen / Seminare / Arbeitsgruppen und der Sitzungen des MoS-Forums
    • Bearbeitung weiterer Kommunikationsaktivitäten (z. B. Fragebögen, soziale Medien)

Die aktuelle Studie ist eine Fortsetzung der Arbeiten des ISL zu der Entwicklung des Konzepts für die europäischen Meeresautobahnen. Die MoS-Vorgängerstudien waren:

  • erste Studie zu „TEN-T Motorways of the Sea Horizontal Priority’ für die Generaldirektion Verkehr
  • „Motorways of the Sea: Eine Ex-post-Bewertung der Entwicklung des MoS-Konzepts ab 2001 und mögliche Wege für die Zukunft“ für die Generaldirektion Verkehr
  • Studie zur „Verbesserung des Konzepts der europäischen Meeresautobahnen“ für das Europäische Parlament