Forschungsbericht 2017

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Einleitung

LIEBE FREUNDE UND PARTNER DES ISL,
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

gern blicken wir auf das Jahr 2017 zurück. Die neue Struktur mit den fünf Kompetenzbereichen Maritime Intelligence, Maritime Security, Maritime Environment, Maritime Simulation und Maritime Transport Chains hat ihre erste Bewährungsprobe mit Bravour bestanden und spiegelt sich auch im neuen Webauftritt wider. Wir waren in der zweiten Jahreshälfte 2017 in der glücklichen Lage, in jedem Monat mindestens ein neues Großprojekt starten zu können.

Am 1. August begann das Projekt Rang-E – Autonomes Rangieren auf der Hafenbahn am Beispiel der Bremischen Hafeneisenbahn in Bremerhaven im Programm IHATEC (Innovative Hafentechnologien) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. In dieser Machbarkeitsstudie untersuchen wir, welches Potenzial im Einsatz neuer Technologien im Rangierbetrieb liegt und welche technischen, organisatorischen und rechtlichen Hemmnisse einer Einführung entgegen stehen.

Am 1. September nahm das Projekt NSW Plus - das erweiterte National Single Window als Basis für eine neue Dienstleistung zur maritimen Prozessoptimierung seinen Betrieb auf. Auch dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert, hier im Programm mFund. NSW Plus wird zusätzliche Mehrwert-Anwendungen im Rahmen des existierenden NSW entwickeln und erproben. Ebenfalls zum 1. September wurde der Tender der Europäischen Kommission zum Thema State of Play and Barriers to the Use of Electronic Transport Documents for Freight Transport beauftragt. Hier geht es um die Analyse des aktuellen Einsatzes elektronischer Frachtdokumente, die Identifikation von Hindernissen für die Einführung sowie der Erarbeitung von Maßnahmen für die verstärkte Nutzung.

Am 1. Oktober erfolgte der Startschuss für das Projekt SYNCHROLOG – technikbasiertes Dienstleistungssystem zur Synchronisierung von Umschlags- und Transportprozessen in intermodalen Logistikketten in der Fördermaßnahme „Technikbasierte Dienstleistungssysteme“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Hier wird u.a. ein einheitliches Verfahren zur Lkw-Zulaufsteuerung für die großen deutschen Universalhäfen entwickelt.

Zum 1. November begann das Projekt BREsilient – Klimaresistente Zukunftsstadt Bremen - im Programm „Umsetzung der Leitlinie Zukunftsstadt“ des BMBF zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf Verwaltung, Bürger und Wirtschaft. Das ISL leitet dabei u.a. das Reallabor Maritime Wirtschaft/Logistik.

Bei Rang-E, NSW Plus und SYNCHROLOG agieren unsere Projektleiter zudem als Projektkoordinatoren.

In diesem Forschungsbericht möchten wir Ihnen in bewährter Weise einige unserer neuen Aktivitäten und Projekte vorstellen, um Ihnen einen Einblick in die Vielfalt unser Forschungs- und Beratungsleistungen zu geben. Gleichzeitig möchten wir Sie ermuntern, die Ergebnisse unserer Vorhaben mit uns zu diskutieren und mit Ihnen gemeinsam über neue Ideen und zukunftsweisende Themen im Umfeld der maritimen Logistik nachzudenken.

Sprechen Sie uns an - wir freuen uns auf Sie!

Außerdem danken wir an dieser Stelle allen unseren Projektleitern und Mitarbeitern für die in 2017 geleistete, sehr erfolgreiche Arbeit.

Prof. Dr. Burkhard Lemper
Dr. Frank Arendt
Birgit Borowy

BioLog

SOFTWAREGESTÜTZTES VERFAHREN ZUR PLANUNG & PROGNOSE FÜR DEN HANDEL MIT NICHT-STANDARDISIERTEN WAREN WIE BIOGENEN ROHSTOFFEN

Logo BioLog

Im Rahmen des Anfang 2017 gestarteten BioLog-Projektes entwickelt das ISL mit seinem Projektpartner Brüning neuartige Verfahren zur Planung und Optimierung der Ver- und Entsorgungslogistik. Beide Firmen arbeiten an der Forschung und Entwicklung eines innovativen Entscheidungsunterstützungs- und Empfehlungssystems.

Szenario

Die Unternehmensgruppe Brüning mit Hauptsitz in Fischerhude bei Bremen ist als überregionaler Händler, Entsorger und Versorger mit verschiedenen Biomassen tätig. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die regelmäßige Belieferung von Biomasse-(Heiz)-Kraftwerken mit energieliefernden Schüttgutrohstoffen.

Bruening-Gruppe
Quelle: Bruening-Gruppe

Problemstellung

Die derzeitig am Markt eingesetzten Planungsverfahren im Bereich der Ver- und Entsorgungslogistik sind vielfach noch durch manuelle Tätigkeiten und geringer Software-Unterstützung geprägt. Häufig ist spezielles Wissen der unterschiedlichen Mitarbeiter (Einkäufer, Disponent, Verkäufer) nicht oder nur unstrukturiert abgelegt und somit schwer zugänglich. Die Komplexität des so umrissenen Marktes übersteigt die planerischen Kapazitäten derzeit verfügbarer heuristischer Methoden und Verfahren. Hier setzt das Forschungsvorhaben an.

Entwicklungsziel

In BioLog wird der Einsatz von Entscheidungsunterstützungs- und Empfehlungssystemen erforscht, ähnlich wie sie heute in Onlineshops oder E-Commerce Anwendungen für die Generierung von Kaufempfehlungen genutzt werden. Die besondere Herausforderung liegt dabei in der Anwendung auf die von unscharfen Parametern gekennzeichneten Prozessen und Daten. Ausgehend vom konkreten Einsatzszenario soll das angedachte Konzept für die KI-gestützte Planungsunterstützung evaluiert und implementiert werden. Das vom ISL entwickelte Verfahren wird Planungs- und Handlungsempfehlungen für die Disponenten und Händler geben, die im Gegensatz zum heutigen Stand der Technik sämtliche verfügbaren Informationen zu Rohstoff- und Transport-Angeboten sowie das Wissen aus früheren Transaktionen als möglichen Lösungsraum erschließen. Mit dem geplanten System wird vorhandenes Erfahrungswissen systematisch erfassbar und somit kollektiv bzw. kollaborativ nutzbar. Dieser Ansatz geht mit einer exponentiell wachsenden Komplexität des Planungsprozesses einher, die von den klassischen Verfahren nicht bewältigt werden kann. BioLog strebt an, diese Komplexität zu bewältigen und die entwickelten neuartigen Verfahren zu erproben und zum Einsatz zu bringen.

BioLog wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentrales Innovations-Programm-Mittelstand, kurz ZIM.

BREsilient

RESILIENTE ZUKUNFTSSTADT BREMEN

Logo BREsilient

Bremen ist durch die Folgen des Klimawandels auf vielfältige Weise betroffen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird zurzeit auf kommunaler und Landesebene eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickelt. Die Maritime Wirtschaft und die damit direkt im Zusammenhang stehenden Logistikunternehmen Bremens könnten zukünftig erheblich von Klimafolgen betroffen sein. Es bestehen derzeit noch erhebliche Wissenslücken zur Relevanz direkter und vor allem indirekter (über Handelsströme und Wertschöpfungsketten wirkende) Klimafolgen. Diese Fragestellungen werden im Rahmen des BREsilient-Projekts für das Cluster Maritime Wirtschaft/Logistik durch das ISL aufbereitet und zielgerichtet in die Unternehmen kommuniziert. Relevante Forschungsfragen sind z.B.: Wie wirken sich internationale Klimafolgen auf das Cluster Maritime Wirtschaft in Bremen aus? Durch welche Anpassungsmaßnahmen können die verschiedenen Akteure die Vulnerabilität des Clusters verringern?

Partner des Projekts sind neben dem ISL der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV), das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (IÖW) sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Ökologische Ökonomie (Uni-OL).

CORE

CONSISTENTLY OPTIMISED RESILIENT SECURE GLOBAL SUPPLY CHAINS

Logo CORE

Das Projekt CORE, ein großes Demonstrationsprojekt für sichere und effiziente globale Lieferketten mit 70 beteiligten Partnern aus 17 Ländern inkl. USA und Kanada, steht kurz vor seinem erfolgreichen Abschluss. Die im Rahmen des Projektes entwickelten Konzepte für die Optimierung der Sicherheit und der Effizienz der Lieferketten werden in 16 verschiedenen Demonstrationsvorhaben unter maßgeblicher Beteiligung von weltweit tätigen Unternehmen wie DHL, Maersk und Procter & Gamble umgesetzt.

CORE Data Pipeline
Quelle: CORE Projekt

Die zentrale Aufgabe des ISL, eine „virtuelle Demonstrationsumgebung“ zu entwickeln, mit deren Hilfe die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Transportketten bei Störungen simuliert werden kann, wurde erfolgreich abgeschlossen. Das entwickelte „CORE Simulation Environment“ wurde mit Erfolg im Rahmen temperaturgeführter Containertransporte von Europa nach Südafrika eingesetzt, um die Auswirkungen von Verzögerungen im Transportablauf auf die transportierten Güter zu simulieren. Darüber hinaus brachte sich das ISL zum Teil federführend in die Dissemination-Aktivitäten des Projektes ein.

www.core.eu

EMMA

ENHANCING FREIGHT MOBILITY AND LOGISTICS IN THE BSR BY STRENGTHENING INLAND WATERWAY AND RIVER SEA TRANSPORT AND PROMOTING NEW INTERNATIONAL SHIPPING SERVICES

Logo EMMA

Im INTERREG Ostseeprojekt „EMMA“ setzen sich das ISL und weitere 20 Projektpartner aus Deutschland, Schweden, Finnland, Polen und Litauen für die Stärkung der Binnenschifffahrt im Ostseeraum ein.

Vor dem Hintergrund steigender Transportmengen in Europa bedarf es in vielen Ländern eines Umdenkens in Bezug auf Transportwege und Verkehrsträger. Beispielsweise gibt es aus Sicht der Deutschen Seehäfen insbesondere im Bereich der Binnenschifffahrt noch große Transportpotenziale: Die Transporte per Binnenschiff sind umweltfreundlich, effizient und können Straßen- und Schienenwege entlasten. Auf ein mittelgroßes Container-Binnenschiff passen gut 100 TEU - das entspricht etwa dem Ladungsvolumen von 63 Lkw.

In den Ostseeanrainerstaaten gibt es ähnliche Herausforderungen. Die EMMA-Partner werden Industriezweige und Unternehmen ermitteln, für die eine stärkere Einbindung des Binnenschiffs in ihre Lieferkette wirtschaftlich ist. Hierauf aufbauend werden Analysen erstellt und gemeinsam mögliche Liniendienste definiert. Auf politischer Ebene strebt EMMA eine noch engere Verknüpfung von Verbänden an, um Interessen besser vertreten zu können. Das Binnenschiff soll im Bewusstsein der Politik gefestigt werden, um in zukünftigen Gesetzgebungen die nötige Beachtung zu erlangen.

Das ISL arbeitet im Projekt EMMA an zwei zentralen Aufgaben. Zum einen erstellt das ISL mit seinen Projektpartnern einen Masterplan zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt im Ostseeraum. Zum anderen ist das ISL maßgeblich an der Entwicklung eines Binnenwasserstraßeninformationssystems für die Elbregion beteiligt.

WWW.PROJECT-EMMA.EU

HOLISHIP

GANZHEITLICHE OPTIMIERUNG DES LEBENSZYKLUS IM SCHIFFSENTWURF UND –BETRIEB

Logo Holiship

Maritime Wirtschaftsgüter wie Schiffe und Offshore Plattformen sind keine Massenprodukte und erfordern typischerweise große Investitionen. Während es im Luft-, Schienen- und Straßentransport Skaleneffekte einer Serienproduktion und ausreichende Vorlaufzeiten der Entwicklung gibt, fehlt beides bei maritimen Produkten. Ein hochentwickelter Produktentwurf erfordert eine stetige Überprüfung der Anforderungen, um über den gesamten Lebenszyklus für unterschiedliche Einsatzbedingungen die notwendige Flexibilität bei optimaler Leistung zu gewährleisten. Das erfordert erheblich verbesserte Entwurfswerkzeuge unter Einschluss einer disziplinübergreifenden Mehrzieloptimierung und der virtuellen Testung des Gesamtentwurfs als auch seiner Komponenten.

Der heutige Bedarf der Auftrags- und Einzelfertigung basiert auf einer unzureichenden Wissensbasis, unzulänglichen Vorlaufzeiten für einen vollständigen Optimierungszyklus und unvollständigem Zusammenspiel der verschiedenen Entwurfsdisziplinen.

Darüber hinaus gibt es für den Produktlebenszyklus Unsicherheiten und Änderungen hinsichtlich der Einsatzbedingungen, die bei einer ganzheitlichen Optimierung über diesen Produktlebenszyklus berücksichtigt werden müssen. HOLIShip wird diese Unzulänglichkeiten bestehender Entwurfsprozesse maritimer Produkte mit einem systembasierten Ansatz adressieren.

Das ISL stellt Marktanalysen auf der Basis von historischen Daten für verschiedene Anwendungsfälle und Schiffstypen bereit. Die Marktdaten werden analysiert und zur Grundlage für das zu entwickelnde Optimierungskonzept. Das setzt verschiedene Szenarien wie beispielsweise für verschiedene Treibstoffpreisentwicklungen voraus. Ausgehend von einem allgemeinen Überblick zu verschiedenen Schiffstypen und Anlagen werden Flottenentwicklungen, Neubaubestellungen, Abwrackungen und ggf. das Schiffsbetriebsmanagement betrachtet. Wesentliche charakteristische Parameter wie Baukosten, Treibstoffkosten, planmäßige Überprüfungen und Klassekosten werden betrachtet, um ein geeignetes Kostenmodell zu definieren.

Ferner wird sich das ISL an der Lebenszykluskostenevaluation beteiligen; diese behandelt die relevantesten Entwurfsaspekte der maritimen Produkte von HOLIShip.

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 689074

WWW.HOLISHIP.EU

LOKO-TK

OPTIMIERUNG DER DISTRIBUTIONSLOGISTIK FÜR TIEFKÜHLPRODUKTE IN BREMERHAVEN

In der Distributionslogistik für Tiefkühlprodukte bestehen deutliche Optimierungspotenziale. Obwohl Wettbewerber ihre Produktionsstätten oft in räumlicher Nähe betreiben und die Kundenstruktur und damit verbunden die entsprechenden Lieferwege sehr ähnlich sind, findet eine Zusammenarbeit in diesem Bereich trotzdem heute nicht statt. Dieser Zustand bringt teils erhebliche ökonomische und ökologische Nachteile mit sich.

Die LoKo-TK-Projektidee besteht darin, einen Logistik-Kollaborationsansatz für Unternehmen der Tiefkühlbranche zu konzipieren und zu erproben und damit eine innovative Dienstleistung zu entwickeln, um die o.g. Nachteile zu verringern. Bestandteile des Projekts sind u.a. das prototypisch zu entwickelnde Software-Tool LoKoST, das strategische Überlegungen zur Kollaboration unterstützt, indem es bei der Konzeption und permanenten Überprüfung dieser Dienstleitung auf strategischer Ebene assistiert sowie ein Verfahren zum finanziellen Ausgleich von Vor- und Nachteilen der Kollaborationspartner.

Bezogen auf die Logistik stehen unterschiedliche Fragestellungen im Mittelpunkt, z.B. die Organisation optimaler Rundreisen, die idealen Sammelstrategien oder Auslieferungsprobleme in Städten bis hin zur Simulation möglicher Kollaborationsszenarien.

In Bremerhaven (bzw. allgemein in Norddeutschland) sind viele Hersteller von Tiefkühl- und Frischeprodukten angesiedelt, die ihre Distributionslogistik unabhängig voneinander planen und abwickeln, was zu den oben genannten Problemen bei der Fahrzeugauslastung und den damit verbundenen ökonomischen sowie ökologischen Nachteilen führt.

Eine Verbesserung dieses Zustands ist nicht nur unter den Aspekten Kosten und Nachhaltigkeit der Unternehmen, sondern auch unter dem politischen Gesichtspunkt „Klimastadt Bremerhaven“ erstrebenswert.

Dieses Projekt wird von der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) im Rahmen des Programms zur Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen gefördert.

MARSAT

NEUE SATELLITENBASIERTE DIENSTE FÜR MEHR SICHERHEIT UND EFFIZIENZ IN DER SEEFAHRT

Logo MARSAT

MarSat sorgt zukünftig für mehr Sicherheit und geringere Kosten beim Schiffsverkehr:

Im Projekt arbeiten fünf privatwirtschaftliche Unternehmen und das ISL eng zusammen, um mit Hilfe von Satellitendaten neue Dienste für die maritime Wirtschaft zu entwickeln. Dazu zählen etwa die Optimierung von Schiffsrouten, tagesaktuelle Eisdienste oder Seebodenkartierungen. Neben der Schifffahrt soll auch die Offshore-Industrie von den neuen Services profitieren, ebenso wie Notfall- und Bergungsdienste.

Ein sehr erfolgreicher Projektworkshop führte im Herbst 2017 mehr als 50 potenzielle Nutzer solcher Dienste zusammen. Neben Reedereien gehören auch Häfen zu den potenziellen Nutzern: Mit Hilfe der Satellitendaten kann die Position von Schiffen punktgenau ermittelt und in moderne Lotsendienste integriert werden. Dies erleichtert die Verkehrsführung und damit auch die Sicherheit im Bereich der Anlegeplätze. Informationsdienste zum Gewässerzustand, Wassertiefen- und Seebodenkartierungen liefern hingegen wichtige Planungsgrundlagen für die maritime Industrie, etwa für Errichtung und Betrieb von Offshore-Windparks.

MarSat Workshop
Quelle: MarSat

Aus Satellitendaten können auch wichtige Informationen für Notfall- und Bergungsdienste gewonnen werden. So können nach einer Havarie Objekte wie Rettungsinseln und -boote oder treibende Hindernisse detektiert und deren Position übermittelt werden.

Projektpartner in MarSat sind neben dem ISL die EOMAP GmbH & Co. KG in Seefeld, die Drift & Noise Polar Services GmbH in Bremen, die SevenCs GmbH in Hamburg und die TRENZ AG in Bremen. Durch diesen Verbund können die Partner ihre langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich der Satellitendienste, Softwareentwicklung und maritimen Dienstleistungen kombinieren.
Das ISL trägt auf Basis seiner beachtlichen Vernetzung mit der maritimen Wirtschaft und Forschung zur Geschäftsentwicklung und Dissemination im Rahmen von MarSat bei. Finanziert und koordiniert wird MarSat vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

WWW.MARSAT-PROJECT.ORG

NSW Plus

DAS ERWEITERTE NATIONAL SINGLE WINDOW ALS BASIS FüR EINE NEUE DIENSTLEISTUNG ZUR MARITIMEN PROZESSOPTIMIERUNG

Logo NSW-Plus

Mit der Umsetzung der EU-Meldeformalitäten-Richtlinie 2010/65/EU wurde mit dem "National Single Window (NSW)" ein zentrales behördliches Meldesystem für den gesamten deutschen Seeschiffsverkehr eingerichtet. Bei den hier erfassten Informationen handelt es sich jedoch im Wesentlichen um administrative Daten, zudem erfolgt der Austausch nur zwischen meldepflichtigen Unternehmen und Behörden. Alle Akteure im Bereich des maritimen Transports benötigen jedoch ebenfalls Daten für Planung und Betrieb. Diese Daten werden unter Verwendung verschiedener zusätzlicher Kanäle ausgetauscht, was zu Mehrfachmeldungen und unterschiedlichen Datenformaten führt.

Die Vision von NSW-Plus liegt darin, dass alle für einen maritimen Transport relevanten Informationen z.B. pro Reise, Hafenanlauf oder Container, nur einmal zur Verfügung gestellt werden müssen, unabhängig von Mitgliedsstaaten, Häfen und sonstigen Beteiligten.

Das bestehende NSW für Deutschland wird hierfür um sicherheitsrelevante und operative Daten zu maritimen Transporten angereichert und über das NSW der maritimen Wirtschaft zentral zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis ist eine neue Dienstleistung, die der Wirtschaft erhebliche Vorteile bietet und als Blaupause für andere europäische Länder dient.

Auf der Basis von inhaltlich/fachlichen, rechtlichen und technischen Konzepten werden die Pilotanwendungen zur Integration von Ladungsdaten Import/Export, verifizierten Bruttogewichten sowie Vor-/Nachlaufinformationen umgesetzt und unter möglichst realistischen Bedingungen erprobt.

NSW-Plus Kick-off.jpg
Quelle: NSW-Plus

Vier assoziierte Partner – das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Hansestadt Bremische Hafenamt, Bremen, der Verband Deutscher Reeder und das Havariekommando aus Cuxhaven - begleiten das Projekt.

WWW.NSW-PLUS.DE

OWISS

OFFSHORE WINDENERGIE – SCHUTZ UND SICHERHEIT

Logo OWISS

Am 8. November 2017 fand zum Abschluss des Projekts ein OWiSS Symposium mit dem Titel „Safety und Security in der Offshore-Windenergie“ mit Unterstützung der Windenergieagentur (WAB e.V.) an der Hochschule Bremerhaven statt. Auf dem Symposium stellten die OWiSS- Projektpartner ihre Projektergebnisse vor und in Vorträgen externer Referenten wurden Schwerpunkte vertieft.

Im Laufe des Projekts OWiSS hat sich gezeigt, dass dem Thema der IT Security eine große Bedeutung zukommt.
Auf dem Symposium hat Herr Matthias Dreyer vom ISL im Themenschwerpunkt IT Security zu „Präventiven Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit“ referiert. In Vertiefungsvorträgen referierten Herr Alex Didier Essoh vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu dem Thema „IT-Grundschutz: Die neuen Standards, Bausteine und Profile“ sowie Herr Oliver Desch von der Rhebo GmbH zu dem Thema „IT-Sicherheit vernetzter Steueranlagen durch Anomalieerkennung“.

Die Erarbeitung der in dem ISL-Vortrag genannten präventiven Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit sowie die Bewertung dieser Maßnahmen und weiterer energiewirtschaftlicher Maßnahmen des Projektpartners Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) war eine Hauptaufgabe des ISL. Eine Verbesserung des Bewusstseins für IT Sicherheit, die in den IT-Fachabteilungen vorhanden ist, hätte positive Wirkungen auch auf andere Maßnahmenbereiche und wäre mit einfachen Mitteln umsetzbar. Eine langfristige Bindung des Personals würde sich außerdem positiv auswirken. Die Erhöhung der Netzwerksicherheit durch Einsatz einer Anomalieerkennung könnte die Basis für einen Austausch von Informationen über Unregelmäßigkeiten mit anderen Offshore-Windpark-Betreibern mittels einer branchenspezifischen Plattform oder über bereits vorhandene Plattformen, z.B. UP-KRITIS, darstellen. Mit dem Angebot einer BSI Grundschutz Light Version für eine erleichterte Zertifizierung nach BSI Grundschutz wäre in Kombination mit einer Anomalieerkennung die Basis dafür geschaffen, dass bei einer Erweiterung des IT-Sicherheitsgesetzes auf OWP-Betreiber die damit anfallenden Aufgaben, insbesondere dem Nachweis eines Managementsystems für Informationssicherheit und der Kommunikation von sicherheitsrelevanten Informationen, bereits erfüllt werden.

Als weitere Maßnahmen werden eine Erhöhung des Netzwerkschutzes mit einer durchgehenden Verschlüsselung auf Anlagenebene und die Transparenz der Firmware für eine erleichterte Ursachenermittlung empfohlen.

Für die energiewirtschaftlichen Maßnahmen war die betriebswirtschaftliche Expertise des Projektpartners Deutsche Offshore Consult (DOC) die Grundlage für die Darstellung der Maßnahmen in einem Simulationsmodell, um damit Aussagen für vergleichende Bewertungen zu erhalten. Es wurden die beiden Szenarien „Bauteil eines Konverter defekt“ und „Exportkabel defekt“ betrachtet. Auf diese beiden Szenarien wurden die Maßnahmen „Standardisierung und Lagerhaltung von Großbauteilen“ sowie „Vermaschtes Exportkabelnetz“ derart angewendet, dass die Auswirkungen eines Schadenfalles zwischen der heutigen Situation ohne Maßnahme mit einer möglichen zukünftigen Situation mit Maßnahme verglichen wurden. Mithilfe der Simulation konnten Aussagen zu den erwarteten Logistikkosten getroffen werden, um die Funktionalität der betroffenen Offshore-Anlage (hier defektes Bauteil eines Konverters oder defektes Exportkabel) wieder herzustellen. Weiter wird die entgangene Einspeisevergütung durch den Ausfall ermittelt. Dem wurden in der Bewertung die Kosten für eine Umsetzung der untersuchten Maßnahmen gegenübergestellt.

Abschließend wurden im Projekt Planspiele entwickelt, um eine Sensibilisierung für die Prävention in den Bereichen IT-Sicherheit und Energiewirtschaft zu fördern. In den Planspielen wurde zunächst die heutige Ausgangslage beschrieben und der Ablauf in einem Schadensfall beschrieben. In weiteren Schritten ändert sich die Ausgangslage, da von der Umsetzung von Maßnahmen ausgegangen wird. Jetzt kann in dem Planspiel erarbeitet werden, ob die oben genannten Maßnahmen tatsächlich zu einer verbesserten Ausgangslage führen und den Schaden möglicherweise ganz abwenden oder zumindest reduzieren. Als Planspiele wurden der IT-Angriff auf einen Offshore-Windpark, die Beschädigung eines Exportkabels und eine Explosion auf einer Konverterplattform betrachtet.

OWiSS hatte eine Laufzeit von drei Jahren und konnte vom ISL im Dezember 2017 erfolgreich abgeschlossen werden.

PORTSEC

IT-RISIKOMANAGEMENT IN DER HAFENTELEMATIK AUF BASIS DER SOFTWARE-ARCHITEKTUR

Logo PORTSEC

Hafentelematik-Systeme sind zentrale Datendrehscheiben, die es allen am Seeverkehr beteiligten Unternehmen und Behörden ermöglichen, relevante Daten für den Transport auszutauschen. IT-Angriffe auf diese Systeme können je nach Dauer zu Versorgungsengpässen der nachgelagerten Industrien bzw. der Bevölkerung führen. Auch Sabotageakte sind vorstellbar. Zudem könnten z.B. vertrauliche Daten über manipulierte Nutzerkonten abgegriffen werden, um damit kriminelle Handlungen wie Drogenschmuggel vorzubereiten.

Im Projekt PortSec im Förderprogramm „KMU Innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung untersucht das ISL gemeinsam mit drei weiteren Partnern aus Bremen, wie Hafentelematik-Systeme gegen verschiedene Bedrohungsszenarien proaktiv noch besser abgesichert werden können.

PortSec Collage
Quelle: PortSec

Hierbei kommen innovative Methoden wie automatisierte Programmcodeanalyse zur Anwendung. Weiterhin wird ein entsprechender Standard entwickelt, damit sich Betreiber bezüglich der Sicherheit ihrer Hafentelematik-Systeme zertifizieren lassen können. Abschließend soll geprüft werden, inwiefern man den PortSec-Ansatz auf andere Branchen übertragen kann.

Am 11. und 12. Oktober 2017 fand der Kongress zum BMBF-Förderschwerpunkt „IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen“ (ITS|KRITIS) in Berlin statt. Dort wurden das PortSec-Projekt sowie erste Forschungsergebnisse vorgestellt, so etwa die Bedrohungsanalyse, die semi-automatisierte Prüfung der Hafen-Software und der branchenspezifische Sicherheitsstandard. Anhand eines Beispiels wurde aufgezeigt, dass gestohlene oder manipulierte Daten großen Schaden verursachen können. Dabei wurden insbesondere die Angriffsszenarien „Sabotage durch Fälschen“ und „Ausspionieren vertraulicher Daten für kriminelle Handlungen“ diskutiert.

Der Kongress mit Vorträgen, Vernetzung, Workshops und einer Podiumsdiskussion über die IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen war aus PortSec-Sicht sehr erfolgreich und brachte interessante Impulse für die weitere Projektarbeit.

WWW.PORTSEC.DE

PRODIS

PROZESSINNOVATION DURCH DIGITALE DIENSTLEISTUNGEN FÜR DEN HAFEN DER ZUKUNFT

Logo PRODIS

In dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „ProDiS - Prozessinnovation durch digitale Dienstleistungen für den Seehafen der Zukunft“ erfolgten seit Beginn 2016 zahlreiche Schritte zur Prozessanalyse und zur Aufnahme betrieblicher/technischer Anforderungen. Im Zuge dessen sind mithilfe der eingebundenen Praxispartner und durch Anwendung von Tools wie z.B. BPMN 2.0 (Business Process Model Notation) und SCOR (Supply Chain Operations Model) die Prozesse im Bereich Container und Losgröße 1+ detailliert worden, um Anknüpfungspunkte für digitale Dienstleistungen zu identifizieren.

2017 lag der Fokus des ISL hauptsächlich auf der Weiterentwicklung der Lang- und Kurzfristsimulation von Schiffsabfahrten zur Installation von Großkomponenten in Offshore-Windenergieparks. Das ursprüngliche Simulationsmodell wurde für die Verwendung in einer Cloud weiterentwickelt bzw. für auf ProDiS-spezifische Fragestellungen erweitert sowie für die Verwendung historischer Begegnungsverkehre und kurzfristiger Realdaten auf Basis von AIS-Daten vorbereitet.

Als Datenbasis wurden Ressourcen- (Schiffe und Gewerke), Windpark- und Hafeninformationen (Nord- und Ostseehäfen) hinterlegt, die dem Anwender später bei der Dateneingabe zur Auswahl und Anpassung zur Verfügung stehen.

Da die Simulation webbasiert arbeiten soll, musste zusätzlich die Benutzerschnittstelle in Form von Webseiten implementiert werden. Deren Erstellung übernimmt ein eigens entwickelter Dienst, der auf einem Application-Server läuft und zusammen mit weiteren, die Business-Logik implementierenden Diensten die Generierung des Webseitenaufbaus inklusive der benötigten Inhalte, die Verarbeitung der vom Benutzer vorgenommen Eingaben, das Starten der Simulation sowie das anschließende Aufbereiten und Anzeigen der Simulationsdaten steuert.

Geplant für den weiteren Verlauf des Projektes ist auch eine Visualisierung der Simulationsergebnisse nach der Kurzfristsimulation.

WWW.SEEHAFENDERZUKUNFT.DE

Rang-E

AUTONOMES RANGIEREN AUF DER HAFENBAHN

Logo Rang-E

Zielsetzung des Projektes Rang-E ist es, die Rangierprozesse in Seehäfen durch Prozessoptimierung und Automatisierung effizienter zu gestalten.

Ausschlaggebend für das Forschungsprojekt ist der Umstand, dass die Schiene bei Empfang und Versand im Hafen durch bahnbetriebliche Regelungen und Vorschriften im intermodalen Vergleich zeitlich deutlich benachteiligt ist. Nach der Trennung der Streckenlok im Hafengebiet erfolgt der Transport der Waggons in den meisten Fällen per Rangierlok zu den Terminals, in denen zunächst Kontrollarbeiten am Zug und an der Ladung erforderlich werden. In der Konsequenz erfolgen die ersten Ladungsbewegungen an einem Güterzug oft erst Stunden nach der Ankunft im Hafengebiet. Bei Zügen, die im Hafen zusammengestellt oder neu beladen werden, entstehen durch vorgeschriebene Bremsproben, durch Ladungskontrollen und Rangierarbeiten im Mittel ebenfalls etwa zwei Stunden Verzögerung, bevor die Züge das Hafengebiet zu ihren Zielorten verlassen können.

Rang-E ist eine Durchführbarkeitsstudie zur Beurteilung der Machbarkeit von autonomen Rangiervorgängen und untersucht die Potenziale und Hemmnisse für die Einführung einer intelligenteren Steuerung der Zugverkehre auf der Hafeneisenbahn am Beispiel des Pilothafens Bremerhaven. Dabei sind insbesondere die Aspekte abzuklären, die die Komplexität dieses Anwendungsbereichs im Vergleich zu bisherigen Ansätzen autonomer Rangiervorgänge, z.B. durch Personen und kreuzende Verkehre durch Umschlaggeräte, ausmachen. Dabei werden technische, ökonomische und rechtliche Aspekte beleuchtet.

Das autonome Rangieren ermöglicht langfristig die optimierte Disposition und Einsatzsteuerung von Rangierloks im Hafen – sowohl beim Containerumschlag als auch im Automobilumschlag. Die Terminals in Bremerhaven bieten dabei eine ausgezeichnete Plattform, da Bremerhaven einen der höchsten Bahn-Anteile im Hinterlandverkehr aufweist. Durch das Projektteam werden verschiedene Automatisierungsstufen bis hin zur vollständigen Autonomie und Selbststeuerung von Rangiereinheiten beleuchtet. Zudem wird untersucht, inwieweit ein Diesel-unabhängiger Rangierbetrieb mittels elektrischer Akkumulatoren umsetzbar ist bzw. welche Voraussetzungen dafür im Hafengebiet zu schaffen sind.

Rang-E bezieht die Kompetenz der im Hafengebiet tätigen Unternehmen inkl. derer aktuellen Strategien zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft, wie Internet of Things (IoT) und Logistik 4.0, unmittelbar mit ein. Im Rahmen des Projektes wird zudem ein physisches Demonstrationsmodell erstellt, welches die wesentlichen Komponenten einer möglichen automatisierten Steuerung im Hafenbahnbereich aufzeigen soll.

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, der aktiv an der Projektgestaltung beteiligt war, beabsichtigt mit diesem Vorhaben, die Innovationskraft des Verkehrsträgers Schiene im Verkehr auf der letzten Meile zu steigern und so den im Bereich des autonomen Fahrens stark anwachsenden Wettbewerbsnachteil der Schiene gegenüber der Straße aufzuheben.

Das Projekt Rang-E wird im Rahmen der Förderinitiative IHATEC (Innovative Hafentechnologien) vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Das Projekt ist zum 01.08.2017 gestartet. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

WWW.RANG-E.DE

SCORE

ANZEIGESYSTEM FÜR DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DER HERSTELLER IN DER EUROPÄISCHEN TRANSPORTINDUSTRIE

Logo SCORE

Die europäische Fertigungsindustrie für den Transport ist gegenwärtig im Weltmarkt mit qualitativ hochwertigen Produkten gut aufgestellt. Weltwirtschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und Umweltanforderungen könnten diese führende Position gefährden.

Wirtschaft und Politik müssen mögliche Herausforderungen und Gegenmaßnahmen mit deren Implikationen vorausschauend erkennen. Hierzu müssen die aktuelle Situation und mögliche Entwicklungen der Transportwirtschaft sorgfältig untersucht werden. Die „Coordination and Support Action“ (CSA) „Scoreboard of Competitiveness of the European Transport Manufacturing Industry” (SCORE) untersucht, bewertet und prognostiziert, wie Fortschritte im Bereich Forschung und Entwicklung, neue innovative Technologien und zukünftige Anforderungsänderungen in Kombination mit geopolitischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen die Marktposition der europäischen Transportwirtschaft beeinflussen.

Die Analysen behandeln die vier Hauptsegmente der Hersteller in der Transportwirtschaft: Automobil, Luftfahrt, Schiffbau und Eisenbahn sowohl für den Güter- als auch den Personentransport; der Zeithorizont reicht bis 2030 und teilweise bis 2050. Das ISL wird einen tragfähigen Prozess für den Schiffbausektor liefern, um die gegenwärtige Position der Europäischen Schiffbauindustrie zu bestimmen. Die Dynamik der industriellen Wertschöpfungsketten und die Anforderungen von der Nachfrageseite werden in einer Betrachtung der Wettbewerbssituation verarbeitet. Disruptive Trends und das entwickelte Framework werden die Empfehlungen beeinflussen.

Das ISL wird Europa- und weltpolitische, rechtliche wie regulatorische Rahmenbedingungen in den Untersuchungen berücksichtigen und in ihren Auswirkungen auf den europäischen Schiffbausektor bewerten. Das wird zu einer umfassenden Betrachtung der relevanten Vorschriften auf den verschiedenen politischen Ebenen führen und Forschungsbedarf, technische Entwicklungen, Innovationsbedarfe und Strategien auf diesem Gebiet bestimmen.

Auf qualitativen Kriterien und quantitativen Indikatoren aufbauend werden die Auswirkungen auf diese Strategien der Schiffbauindustrie mit denen bestehender und sich entwickelnder Mitbewerber außerhalb der EU verglichen. Die Tatsache, dass eine Reihe von oft voneinander abhängigen Strategien den europäischen Schiffbau (z.B. hinsichtlich Transport- und Umweltvorschriften) beeinflusst, wird berücksichtigt werden. Darüber hinaus können Strategien klare rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen schaffen, die jedoch nach Art und Ausprägung der behördlichen Interpretation variieren.

Danach wird das ISL, um die Auswirkungen der Strategien und deren Wirkung zu bewerten, die beteiligten nationalen und internationalen Institutionen (z.B. EU, nationale Ministerien, WTO) und relevante Strategien und deren Verbindlichkeit analysieren. Mit den Partnern im Konsortium werden die Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation der Schiffbauindustrie durch aktuelle Trends und die Wettbewerbssituation beeinflussende Entwicklungen untersucht.

WWW.PROJECT-SCORE.EU

SELIS

TOWARDS A SHARED EUROPEAN LOGISTICS INTELLIGENT INFORMATION SPACE

Logo SELIS

Ein Konsortium aus 38 europäischen Unternehmen aus Logistik und Forschung sowie IKT-Anbietern nutzt seine Erfahrung aus mehr als 40 europäischen Projekten, um gemeinsam neue Kommunikations- und Navigationsplattformen für europaweite Logistik-Anwendungen zu schaffen. Innovative Lösungen und bewährte Verfahren werden in acht Living Labs umgesetzt, die die wichtigsten Logistik-Communities repräsentieren.

Das Horizon 2020 Projekt SELIS betrachtet ein breites Spektrum logistischer Aufgaben und ermöglicht eine einheitliche operative und strategische Neuausrichtung für eine Grüne Logistik.

Die Projektergebnisse werden in Form leicht zu implementierender Cloud-Lösungen verfügbar gemacht, die auf aktuellen Sicherheitsstandards sowie anerkannte Best Practices der Industriepartner abgestimmt sind, um eine optimale Qualität der Dienste und höchste Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Mithilfe der Living Labs schafft SELIS eine Forschungs- und Innovationsumgebung, in der ausreichend Daten und Erfahrung verfügbar sind, die für die Gewinnung neuer Erkenntnisse und Lösungsansätze genutzt werden können. Hierdurch wird die fortdauernde Anwendung von individuellen SELIS-Lösungen ermöglicht und ihre Einführung auf breiter Basis erleichtert.

Die Aufgaben des ISL innerhalb des Projekts umfassen die Analyse einer Auswahl von grünen Logistikstrategien und Maßnahmen, die in verschiedenen Logistikszenarien und Living Labs umgesetzt werden. Insbesondere entwickelt das ISL Simulationsmodelle für einige dieser Strategien, mit deren Hilfe neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Ziel ist es, die Übertragbarkeit von der Theorie in die Praxis zu verbessern. Darüber hinaus entwickelt und validiert das ISL eine Reihe von konkreten technischen SELIS-Lösungen im Rahmen eines Living Labs, das eine Reihe von praktischen Anwendungsfällen aus der Binnenschifffahrt umfasst. Dabei werden insbesondere Verkehre zwischen Häfen und Hinterlandknoten im norddeutschen Raum untersucht.

WWW.SELISPROJECT.EU

SYNCHROLOG

TECHNIKBASIERTES DIENSTLEISTUNGSSYSTEM ZUR SYNCHRONISIERUNG VON UMSCHLAGS- UND TRANSPORTPROZESSEN IN INTERMODALEN LOGISTIKKETTEN

Logo Synchrolog

Technische Fortschritte, vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, haben große Auswirkungen auf die Bereitstellung von innovativen Dienstleistungen. Schon heute werden mobile Endgeräte, wie z.B. Tablets, für intelligente, sich selbst steuernde und vernetzte Prozesse genutzt.

Dieses Potenzial soll auf nutzerorientierte komplexe Dienstleistungsangebote übertragen werden. In technikbasierten Dienstleistungssystemen sind technische Komponenten der Treiber für Dienstleistungsinnovationen. Sie verbessern den kooperativen Wertschöpfungsprozess zwischen Anwender und Anbieter. Dadurch werden Dienstleistungen individualisiert, die Prozesssicherheit erhöht und die Kommunikation in Netzwerken erleichtert. Neue Geschäftsmodelle können entstehen.

Synchrone Logistikprozesse optimieren Umschlag und Transport

An allen Schnittstellen in intermodalen Transportketten, insbesondere im Containerverkehr, existieren kostenintensive Pufferfunktionen. Die Ursachen liegen z.B. darin, dass Prozesse wie Auftragsbearbeitung, Fahrzeugortung, Zollabwicklung und Freistellungsverfahren der einzelnen am Transportauftrag beteiligten Akteure nicht hinreichend abgestimmt sind. Abweichungen vom Zeit- und Transportplan werden nicht an die weiteren Partner in der Kette kommuniziert. Eine notwendige effiziente Synchronisierung der Prozesse findet höchstens in Ansätzen statt.

Im Forschungsprojekt SYNCHROLOG wird ein IT-gestütztes Dienstleistungssystem zur verbesserten Abstimmung der Prozesse im intermodalen Transport am Beispiel des Lkw-Verkehrs von Containern, Automobilen und Gütern mit Übermaßen (High & Heavy) entwickelt. Die angestrebte Gesamtlösung dieses Dienstleistungssystems wird im Rahmen eines Demonstrators mit mehreren Szenarien z.B. in den deutschen Nordseehäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie Inland-Hubs implementiert und erprobt.

Auf Basis einer Bedarfsanalyse im Umfeld des potenziellen Nutzerkreises werden Anforderungen an die Dienstleistung zur Prozesssynchronisierung erhoben. Dabei wird evaluiert, welche Daten seitens der Testpartner verfügbar sind und für die Umsetzung des SYNCHROLOG-Demonstrators Verwendung finden. Neben auftragsbezogenen Daten, wie Auftrags- und Containernummer, Ziel, geplante Ankunfts- und Abfahrtszeiten, werden zusätzliche Informationen, wie Orte mit Positionsdaten von Fahrzeugen, Statusmeldungen und relevante Vormeldeinformationen integriert. Im Anschluss wird das aus mehreren Software-Services entstehende Dienstleistungssystem in verschiedenen Szenarien entlang der Transportkette demonstriert. Dabei ist die Zusammenarbeit mit Praxispartnern der gesamten Logistikkette essenziell, die einerseits Planungs- und Abwicklungsdaten an den Demonstrator liefern und andererseits das prototypische Dienstleistungssystem hinsichtlich seiner praktischen Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit validieren.

Durch die Entwicklung und Evaluierung des SYNCHROLOG-Demonstrators wird eine verbesserte Planbarkeit und Abstimmung der Verkehrsträger erwartet, die zu beschleunigten Durchlaufzeiten sowie einer gleichmäßigen Auslastung der verfügbaren Infra- und Suprastruktur in den Transportnetzen und in den Terminals führen wird. Damit bildet der SYNCHROLOG-Demonstrator eine Blaupause für innovative Dienstleistungen zur Synchronisierung unternehmensübergreifender Transport- und Umschlagsdienstleistungen in Deutschland und darüber hinaus.

Das Projekt SYNCHROLOG wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderinitiative „Technikbasierte Dienstleistungssysteme“ im Forschungsprogramm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert. Projektstart war der 01.10.2017. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

WWW.SYNCHROLOG.NET

TENTACLE

CAPITALISING ON TEN-T CORE NETWORK CORRIDORS FOR GROWTH AND COHESION

Logo TENTACLE

Das Interreg Ostsee-Projekt „Capitalising on TEN-T core network corridors (CNC) for growth and cohesion (TENTacle)“ baut auf die von der EU erarbeiteten Transeuropäischen Netze auf, die zur Beseitigung von Engpässen auf den Transportachsen Europas und zur Stärkung des innereuropäischen Handels gedacht sind. TENTacle fokussiert hierbei darauf, das nachhaltige Wachstum und den territorialen Zusammenhalt in der Ostseeregion zu erhöhen. Die zentrale Fragestellung des Projektes lautet daher, wie Aktionspläne entwickelt werden können, durch welche die unterschiedlichen Regionen (direkt auf dem Korridor, an dem Korridor liegend oder entlegene Regionen) profitieren können (Anbindung an neue Korridore oder Logistiknetzwerke) oder wie negative Effekte (Verkehrsverlagerungen) berücksichtigt werden können.

Der Ostseeraum (Baltic Sea Region (BSR)) wird von den drei Kernnetzwerkkorridoren Skandinavien-Mittelmeerraum (Scan-Med), Nordsee-Baltikum und der Baltikum-Adria gekreuzt. Viele Akteure sind in einer gemeinsamen Anstrengung gefordert, vorhandene äußerliche, technische, operative wie administrative Engpässe entlang dieser Korridore bis zum Jahr 2030 zu überwinden. Hier gibt es ein großes, aber bisher nicht erschlossenes Potenzial zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung im gesamten Ostseeraum. Es gilt, mehr Akteure auch grenzüberschreitend einzubeziehen und Kapazitäten auszubauen, um die mit den Europäischen Transportachsen verbundenen Chancen für nachhaltiges Wachstum wahrzunehmen. Genau dort setzt TenTacle an.

Das ISL ist an den Arbeiten zu den Auswirkungen der Fehmarn-Belt-Brückenquerung (DE/DK: Leitung Hamburg Hafen Marketing) beteiligt und ermittelt, wie beispielsweise Marktteilnehmer und Behörden auf Auswirkungen der Fehmarn-Belt-Verbindung auf den Scan-Med-Korridor vorzubereiten sind und Wirtschaft und Politik neue Transport- und Logistikoptionen nutzen könnten. Zu diesem Zweck betrachtet das ISL Effekte von Investitionen in diese Verbindung auf den Korridor hinsichtlich Frachtströmen und daraus resultierend auf Geschäftsmodelle der Transport- und Logistikindustrie einschließlich Häfen sowie den Einflussbereich der Fehmarn-Belt-Verbindung.

Neue Transportmöglichkeiten und verkürzte Transportzeiten werden wahrscheinlich Struktur- und Standortfragen von Logistikunternehmen in Norddeutschland und Skandinavien beeinflussen.

WWW.TENTACLE.EU

ISL APPLICATIONS

Logo ISL APPLICATIONS

Auch das als schwierig verschriene siebte Jahr hat die ISL Applications GmbH gut gemeistert und erfolgreich abgeschlossen.

Das Wartungsgeschäft, sowohl für die Kunden der ISL Produkte, als auch für die Nutzer der CHESSCON Produkte, liefert eine gesunde Basis für das Geschäftsjahr.

Im ersten Quartal konnte das internationale Kooperationsprojekt mit der koreanischen Universität Busan (PNU), dem koreanischen Unternehmen Total Soft Bank und der Universität Bremen erfolgreich abgeschlossen werden. Die als Prototyp entwickelte Softwarelösung SimTOS ist auf beiden Seiten erfolgreich getestet worden. Auf der Leitmesse der weltweiten Containerumschlagsbranche, der Terminal Operators Conference Europe (TOC) in Amsterdam wurde das Ergebnis der Fachwelt vorgestellt (siehe Foto).

ISL Applications at TOC
TSB’s Sales Director Arnold Klang, ISL Applications' CEO Holger Schuett (Quelle: ISL Applications)

Der Fördermittelgeber BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), vertreten durch den Projektträger AIF Projekt GmbH, hat das Forschungsprojekt als ZIM Erfolgsbeispiel ausgewählt und eine entsprechende Success-Story veröffentlicht.

Das Konsortium hat in 2017 auch ein weiteres Forschungsprojekt gewinnen können und ist damit in der Lage, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in der Zukunft fortzuführen.

In dem vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) über den Projektträger DLR geförderten Projekt geht es um die Untersuchung einer „Regelbasierten Planung von Betriebsabläufen in Container Terminals“. Die durch die fortschreitende Digitalisierung verbesserte Datenlage der Terminalbetriebssysteme soll von intelligenten Planungsstrategien genutzt werden, um dem Planerstab auf dem Terminal die tägliche Arbeit zu erleichtern. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Mitte 2020.

Im Bereich der CHESSCON Produkte wurden wieder Kunden aus aller Welt (u.a. Südafrika, Golfregion, Südamerika, Südkorea, Israel, Schweiz, Türkei, Norwegen, Estland, Großbritannien) gewonnen und betreut. Die Produktpalette wurde funktional verbessert (siehe u.a. SimTOS) und auch für den Einsatz in kleineren Terminals vorbereitet. Somit ist ein Produktstatus erreicht, der die nächste Stufe der internationalen Vermarktung erlaubt.

www.isl-applications.com
www.CHESSCON.com

INFOCENTER/BIBLIOTHEK

Das ISL Infocenter ist ein europaweit führender Dienstleister für die Information und Dokumentation rund um Themen der maritimen Wirtschaft und Logistik. Es bietet ein professionelles Service- und Beratungsangebot zu Branchen, Märkten und Unternehmen in den Bereichen:

  • Schifffahrt, Schiffbau und Häfen
  • Verkehr, Transport und Logistik
  • Wirtschaft und Handel

Das Angebot umfasst unter anderem Auftragsrecherchen, Erstellung individueller Kundenprofile, Volltext-Service im Rahmen des Urheberrechts oder Informationen, Auskunft und persönliche Beratung rund um die Online- und Präsenzbestände des ISL. Dabei legen unsere Mitarbeiter großen Wert auf die hohe Qualität und Vollständigkeit der bereitgestellten Fachinformationen.

Die ISL Bibliothek in Bremen, die bereits seit 1954 besteht, ist eine der größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken im Bereich der maritimen Logistik. Neben dem Erwerb von Fachbüchern liegt ein besonderer Sammelschwerpunkt bei Marktstudien, Forschungsberichten, Tagungsberichten, Wirtschaftsstatistiken, Geschäftsberichten sowie Schiffsregistern. Weiterhin wird eine Vielzahl laufender Fachzeitschriften und -zeitungen gehalten. Darüber hinaus spielen digital verfügbare Publikationen im Rahmen der Schaffung einer eLibrary eine wichtige Rolle. Der Gesamtbestand der Bibliothek beträgt mehr als 128.000 Bände (Stand: Januar 2018), davon gut 32.000 Monografien und mehr als 32.500 Jahrespublikationen. Die grundsätzlich internen Bestände der ISL Bibliothek, können in Ausnahmefällen auf Antrag nach Terminvereinbarung für Besucher aus Forschung und Lehre zugänglich gemacht werden.

Ein wichtiger Bestandteil ist auch die ISL SEABASE, die sowohl als Onlinekatalog wie auch als Literaturdatenbank fungiert. Der Katalog verzeichnet mit rund 128.0000 Dokumenten (Stand: Januar 2018) den Bestand der Bibliothek und ist somit ein umfangreicher Wissenspool und systematischer Zugang zu logistischem Wissen für die maritime Wirtschaft sowie für Forschung und Lehre.

Alle Neuzugänge der ISL Bibliothek werden erfasst und inhaltlich erschlossen. Neben Fachbüchern werden insbesondere Marktstudien, Forschungsberichte, Tagungsberichte, Wirtschaftsstatistiken sowie Geschäfts- und Jahresberichte berücksichtigt. Beiträge aus nationalen und internationalen Fachzeitschriften werden selektiv nach Relevanz ausgewertet und finden ebenfalls Eingang in die Datenbank. SEABASE bietet zunehmend Zugriff auf verfügbare Volltexte digitaler Medien im Rahmen des Urheberrechts. Der jährliche Zuwachs beträgt ca. 1.500 Literaturhinweise.

WWW.ISL.ORG/DE/MEDIATHEK/INFOCENTER
WWW.SEABASE.ISL.ORG

INFOLINE/WEBSHOP

Die ISL InfoLine ergänzt unser Informationsangebot durch zahlreiche Publikationen, die als Print- und Onlineversionen über den ISL Webshop erhältlich sind. Im Mittelpunkt der statistischen Veröffentlichungen standen dabei auch in 2017 die internationalen Fachpublikationen ISL Shipping Statistics Yearbook (SSYB), die neunmal jährlich erscheinende ISL Shipping Statistics and Market Review (SSMR) und der ISL Monthly Container Port Monitor (MCPM). Das SSYB und die SSMR sind weltweit als Standardwerke der maritimen Wirtschaft anerkannt und werden von Fachleuten in über 40 Ländern bezogen. Das SSYB beinhaltet auf über 400 Seiten Marktinformationen, Kommentare und Entwicklungstendenzen der Schifffahrts- und Schiffbaumärkte sowie der Weltseehäfen und Seekanäle. Die Ausgaben der SSMR gliedern sich in die neun Schwerpunktthemen World Merchant Fleet, World Tanker Market, World Bulk Carrier Market, World Container and General Cargo Shipping, World Merchant Fleet by Ownership Patterns, World Passenger and Cruise Shipping/ISL Cruise Fleet Register, World Shipbuilding and Shipbuilders, Major Shipping Nations und World Seaborne Trade and World Port Traffic. Zusätzlich enthält jede Ausgabe der SSMR ein ISL Market Review, in dem mittels Frühindikatoren aktuelle Markttrends veranschaulicht werden.

Weiterhin bietet das ISL über das Portal der ISL InfoLine verschiedene individualisierte Abfragen an. Grundlage bildet hier die ISL Port Database, die eine der umfangreichsten Datenbanken für Umschlagsinformationen weltweit ist.

WWW.ISL.ORG/DE/INFOLINE-WEBSHOP