RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel findet zum Wachstum zurück

Trend

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Oktober erneut leicht auf 139,9 gestiegen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist im Oktober leicht um 0,6 Punkte auf 139,9 gestiegen.
  • Zugleich wurden die Werte für die beiden zurückliegenden Monate leicht nach unten revidiert.
  • Die leichte Aufwärtstendenz der vergangenen Monate hat sich damit verfestigt, was für einen inzwischen wieder moderat wachsenden Welthandel spricht.
  • Die Schnellschätzung für den Oktober basiert allerdings auf den Angaben für 38 Häfen, die lediglich etwa 43 Prozent des im Index abgebildeten Umschlagsvolumens tätigen. Dies lässt noch größere Revisionen erwarten.
  • Der RWI/ISL Containerumschlag-Index für November 2019 wird am 20. Dezember 2019 veröffentlicht.

Der vom ISL dazu veröffentlichte Monthly Container Port Monitor zeigt mit einem mehr regionalen Fokus, dass die Entwicklung in einzelnen Regionen jedoch deutlich weniger positiv ist als beispielsweise in Nordostasien. Insbesondere der Vergleich der diesjährigen Umschlagzahlen mit denen aus 2018 verdeutlichen die teilweise recht starken regionalen und nationalen Unterschiede.

Über den RWI/ISL-Containerumschlag-Index:
In den Index gehen die vom ISL im Rahmen seiner Marktbeobachtung fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 83 internationalen Häfen ein, auf die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags entfallen. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Ablauf eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der weltwirtschaftlichen Aktivität.