Bremen auf dem Weg in eine klimaresiliente Zukunft

Langanhaltende Trocken- und Hitzeperioden, Überschwemmungen durch Starkregen und Sturmfluten und daraus resultierende Schäden: Die Folgen des Klimawandels betreffen Bremen schon heute. Wie geeignete Anpassungsmaßnahmen in Zukunft aussehen können, wurde in den vergangenen drei Jahren im Verbundprojekt "Klimaresiliente Zukunftsstadt Bremen" (BREsilient) unter Leitung der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen untersucht.

In einer Online-Konferenz am 9. März 2021 zogen die Beteiligten nun Bilanz. Die Bremer Bürgermeisterin und Klimaschutzsenatorin Dr. Maike Schaefer betonte auf der Abschlusskonferenz, dass das Land Bremen mit seiner Klimaanpassungsstrategie bereits auf einem guten Weg der Klimavorsorge ist. „Das Projekt BREsilient knüpft an die Klimaanpassungsstrategie an. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf dem Austausch und der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Denn die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können und die auf die Akzeptanz und Unterstützung der Menschen vor Ort angewiesen ist. Daher setzen wir auf lebensnahe und passgenaue Maßnahmen, die mit den Beteiligten gemeinsam entwickelt werden."

Bremen auf dem Weg in eine klimaresiliente Zukunft
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Im Workshop „Vulnerabilität und Klimaanpassung in der Maritimen Logistik & Ernährungswirtschaft“ stellten IÖW (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) und ISL Anpassungsmaßnahmen für die beiden Branchen vor. Anschließend diskutierten 14 Teilnehmende darüber, dass es für Unternehmen wichtig ist, bei Klimaanpassung auf No-regret-Maßnahmen zu setzen, die auch unabhängig vom Klimawandel positive Wirkungen und Synergien zu anderen Herausforderungen wie beispielsweise Biodiversität haben. In der Ansprache von Unternehmen sollte zudem darauf geachtet werden, an unternehmerische Begriffe und Prozesse, wie z.B. Risikomanagement anzuknüpfen. Außerdem wurde diskutiert, dass es durch das Lieferkettengesetz für Unternehmen wichtiger wird ihre Lieferketten genauer zu kennen, was eine zentrale Voraussetzung dafür ist, ihre Klimavulnerabilität zu erfassen.

Einen vertieften Einblick in die Projektergebnisse bieten unter anderem vierzehn Fact Sheets, die über die Projektwebsite abgerufen werden können.

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