Mehr als die Hälfte aller Schiffbaubetriebe weltweit hat den Markt in den letzten 10 Jahren verlassen

Der Auftragsbestand für Neubautonnage sank in den letzten sechs Monaten um 5 % auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Mitte Juli 2019 umfassten die weltweiten Bestellungen 2.778 Schiffe mit insgesamt 74 Millionen cgt und 195 Millionen tdw. Dies entspricht nur 10 % der bestehenden Flottenkapazität, gegenüber 15 % Mitte 2015 und fast 60 % unter dem Spitzenwert von 2008. Infolge dieser deutlich reduzierten Schiffbauaktivtäten hat sich Zahl der aktiven Werften weltweit seit 2009 etwa halbiert.

Auftragsbestand im Weltschiffbau seit 1998

Mehr als die Hälfte aller Schiffbaubetriebe weltweit hat den Markt in den letzten 10 Jahren verlassen. © ISL, basierend auf Clarkson Research Services Limited (CRSL)

Der globale Schiffbaumarkt leidet seit Jahren unter einem erheblichen Auftragsrückgang. So beträgt das Volumen des Auftragsbestands nur noch ungefähr ein Drittel dessen, was Mitte 2008 zu verzeichnen war. Heute sind vor allem die asiatischen Werften von einer niedrigen Auslastung betroffen. Infolgedessen haben insbesondere die chinesischen Werften ein besonderes Interesse gezeigt, Marktanteile im Bereich des Spezialschiffbaus, zu gewinnen. Hier ist insbesondere der Bau von Kreuzfahrtschiffen im Fokus, bei dem es sich bisher immer noch um ein von europäischen Werften dominiertes Geschäft handelt.

Die jetzt erschienene ISL SSMR 2019-9/10 zeigt die Entwicklungen rund um den globalen Schiffbaumarkt auf und ist über den ISL Webshop erhältlich.