Nordamerikanische Westküstenhäfen fallen zurück

Während der globale Containerverkehr immer neue Höchststände verzeichnet, ist an der nordamerikanischen Westküste und in der Ostsee gerade das Vorkrisenniveau wieder erreicht.
Vier große Containerhäfen an der amerikanischen Westküste schlugen im Januar 2021 weniger Container um als noch im Januar 2019: Prince Rupert Port (-21%), Vancouver, die Northwest Seaport Alliance (beide -17%) und Oakland (-9%). Die marktführenden Häfen von Los Angeles lagen nur 2% über dem Niveau von 2019, lediglich Long Beach konnte seinen Umschlag deutlich steigern (+22%). Dass die Umschlagrückgänge eher auf operative Probleme zurückzuführen sind als auf die Konjunktur, zeigt der Vergleich mit den Häfen der Ostküste. Dort lag das Umschlagvolumen im Januar 2021 ganze 17% über dem des Januars 2019.

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In der Ostsee lag das Umschlagvolumen in diesem Januar in Summe leicht unter dem von Januar 2019. Dies lag vor allem an den finnischen Häfen (die auch russische Transitverkehre abfertigen) und St. Petersburg, die alle hinter den Werten von 2019 zurückblieben, während beispielsweise der Hafen von Danzig ein Plus von 13% erreichte. Dies deutet darauf hin, dass das russische Containeraufkommen schon vor dem Einmarsch in die Ukraine und den darauffolgenden Sanktionen schwach war.
Am anderen Ende der Skala befinden sich die afrikanischen Containerhäfen. Insbesondere die Hub-Häfen Tanger Med und Port Said East verbuchen Zunahmen von 83% bzw. 40%. Weltweit haben 65 der 96 Häfen, die im Monthly Container Port Monitor enthalten sind, ihr Umschlagvolumen gegenüber Januar 2019 gesteigert.

Weitere Daten zum Containerumschlag der wichtigsten weltweiten Containerhäfen finden Sie in unserem ISL Monthly Container Port Monitor.