HPC und ISL bündeln ihre Expertise für Global-Gateway-Projekte

Das Global-Gateway Programm der Europäischen Union (EU) hat sich zu einem zentralen Rahmen für die Förderung nachhaltiger Infrastruktur- und Transportprojekte entwickelt. Die Praxis zeigt jedoch: Zwischen Projektidee und Investition und Umsetzung liegt oft ein langer Weg. Genau an dieser Stelle setzen das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) und HPC Hamburg Port Consulting (HPC) mit einer gemeinsamen Initiative für Global-Gateway-Projekte an.

Die Initiative richtet sich an Hafenbehörden, Terminalbetreiber, Ministerien und weitere öffentliche und private Infrastrukturakteure in Partnerländern außerhalb der Europäischen Union, die ihre Projekte gezielt für eine mögliche Finanzierung und Umsetzung weiterentwickeln möchten. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Fördermittelsuche, sondern die Entwicklung belastbarer, investitionsreifer Projektkonzepte, die einen professionellen Finanzierungsrahmen erhalten.

Viele Infrastrukturprojekte verfügen dabei zwar über eine überzeugende Vision. Häufig fehlen jedoch belastbare Nachfrageprognosen, wirtschaftliche Bewertungen, Machbarkeitsnachweise oder klare Umsetzungsstrukturen. Die Lücke zwischen Idee und Umsetzung entscheidet oft darüber, ob Vorhaben die nächste Entwicklungsstufe erreichen.

Um diese Herausforderung zu adressieren, bündeln das ISL und HPC ihre jeweiligen Stärken. Während das ISL seine Expertise in maritimer Forschung, Marktanalysen, Nachhaltigkeit und datengestützter Entscheidungsfindung einbringt, ergänzt HPC dies durch internationale Erfahrung in der Hafen- und Terminalentwicklung, Infrastrukturplanung, operativen Optimierung und Projektumsetzung.

Gemeinsam unterstützen beide Partner Infrastrukturprojekte entlang der gesamten Projektentwicklungsphase – von der Potenzialbewertung und Machbarkeitsanalyse über Markt- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bis hin zur Vorbereitung investitionsreifer Projekte im Kontext der Global-Gateway-Initiative. Damit schaffen sie die Grundlage für die anschließende Finanzierung und Umsetzung durch öffentliche und private Investitionspartner.

„Viele Infrastrukturprojekte verfügen über großes Potenzial, benötigen jedoch belastbare Entscheidungsgrundlagen für ihre weitere Entwicklung. Die Kombination aus Marktintelligenz, angewandter Forschung und praktischer Projekterfahrung schafft hierfür eine starke Basis“, sagt Dr. Burkhard Lemper, Geschäftsführer beim ISL.

In der Projektarbeit lässt sich zudem häufig beobachten, dass manche Partnerländer die Potenziale der Global-Gateway-Initiative aufgrund der administrativen Anforderungen noch nicht vollständig ausschöpfen können.

„Global Gateway eröffnet attraktive Chancen für Infrastrukturprojekte. Entscheidend ist jedoch, dass aus einer guten Projektidee ein investitionsreifes Vorhaben wird, das Investoren, Finanzierungspartner und Entscheidungsträger überzeugt. Genau auf diese Herausforderungen ist die Zusammenarbeit von HPC und ISL ausgerichtet.”, sagt Hartmut Beyer, Prokurist und Leiter Fördermittelmanagement bei HPC.

Mit ihrer Erfahrung aus internationalen Infrastrukturprojekten sowie europäischen Forschungs- und Förderprogrammen bringen beide Partner bewährte Methoden der Projektentwicklung in die Global-Gateway-Initiative ein. Damit ergänzen sie die finanzielle Förderung um einen strukturierten Entwicklungsansatz, der die Qualität, Umsetzbarkeit und langfristige Wirkung von Infrastrukturvorhaben stärkt.

Über HPC

HPC Hamburg Port Consulting ist ein internationales Unternehmensberatungsunternehmen, das sich auf Häfen, Terminals sowie Verkehrs- und Logistikinfrastruktur spezialisiert hat. Seit 1976 unterstützt HPC öffentliche und private Kunden weltweit bei der Planung, Entwicklung, Optimierung und Digitalisierung von Infrastrukturprojekten. Mit mehr als 1.900 Projekten in 135 Ländern begleitet HPC seine Kunden über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg – von strategischen Analysen und der Masterplanung bis hin zu Investitionsentscheidungen und der Umsetzung. 

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Dr. Johannes Schmidt