ISL bei den Drone Days 2026

Wie können Drohnen, Laufroboter und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, Häfen sicherer, resilienter und effizienter zu gestalten? Mit dieser Frage war das ISL bei den Drone Days 2026 vertreten. Vom 26. bis 28. August traf sich die UAS-Community in Bremen und am Flugplatz Oldenburg-Hatten, um aktuelle Entwicklungen, Anwendungen und Zukunftsperspektiven rund um unbemannte Systeme zu diskutieren.

Am Gemeinschaftsstand der wissenschaftlichen Institute aus Bremen, konnten sich die Besucherinnen und Besucher über konkrete Einsatzmöglichkeiten des ISL von Drohnen und Robotik im maritimen Umfeld informieren. Ein besonderer Blickfang war dabei der neue Roboterhund des ISL, welcher Bestandteil einer neuen Forschungsinfrastruktur des ISL-Smartport Living Lab ist, welche durch EFRE-Mittel der EU und Mitteln der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Bremen gefördert wird. Gemeinsam mit Flugdrohnen, welche ebenfalls Bestandteil der Infrastrukturförderung des Smartport Living Lab sind, eröffnet er neue Möglichkeiten für die automatisierte Inspektion und Überwachung von Hafeninfrastrukturen und soll zunächst in verschiedenen Szenarien für die Hafenbahn erprobt werden.

Flugdrohnen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Seehäfen. Vor dem Hintergrund der jüngsten geopolitischen Entwicklungen erlangen sie eine hohe Bedeutung im Objektschutz kritischer Infrastrukturen durch Überwachung, Inspektion und in Zukunft auch KI-basierte Anomalieerkennung. Mittels eines zentralisierten Lagebildes auf einem Leitstand/Dashboard können diese Informationen an die zuständigen Hafensicherheitsbeauftragten in nahezu Echtzeit übermittelt und ausgewertet werden.

Darüber hinaus leisten Flugdrohnen mittels hochauflösender Luftbilder einen Beitrag zur präzisen Vermessung von Infrastrukturschäden wie z.B. Risse im Beton, deren Veränderungen über die Zeit dokumentiert werden können.  So können beispielsweise Reparatur- und Instandhaltungsbedarfe frühzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen besser geplant werden. Aus den erhobenen Daten lassen sich Flächen, Längen und Volumina bestimmen und die Ergebnisse anschließend über GIS-Lösungen oder Dashboards bereitstellen, beispielsweise in Form georeferenzierter Orthophotos oder 3D- Mesh Modelle.

Das ISL beschäftigt sich dabei nicht nur mit der Datenerfassung und -auswertung, sondern unterstützt auch bei der Weiterverarbeitung der digitalen Modelle bis hin zum 3D-Druck.

Die Drone Days boten dem ISL die Gelegenheit, diese Anwendungsfelder einem Fachpublikum vorzustellen und mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren der UAS-Community ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur technologische Entwicklungen, sondern vor allem die Frage, wie sich neue Technologien in konkrete maritime Anwendungsszenarien übertragen lassen.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, welches Potenzial in der Verbindung von Drohnentechnologie, Robotik, KI und maritimer Logistik steckt. Für das ISL waren die Drone Days daher eine wertvolle Plattform, um bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Impulse aufzunehmen und über zukünftige Einsatzmöglichkeiten unbemannter Systeme im Hafenumfeld zu diskutieren.

Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern unseres Standes für die zahlreichen interessanten Gespräche und beim Organisationsteam der Drone Days für eine gelungene Veranstaltung.

Weitere Informationen

Website Drone Days

Kontakt
Dr. Thomas Landwehr