ISL präsentiert in Schottisch-Norddeutscher Webinarreihe
Im Rahmen der aktuellen Schottisch-Norddeutschen Webinarreihe zu Wasserstoffthemen befasste sich die sechste Veranstaltung in der vergangenen Woche mit laufenden und neuen schottischen und deutschen Projekten, die eine grenzüberschreitende Dimension aufweisen. Organisiert wurde das Webinar von der North Sea Hydrogen Ports and Maritime Community (NS HyMaP).
ISL Geschäftsführer Prof. Dr. Nils Meyer-Larsen stellte in diesem Rahmen H2B:IMPACT vor – das erste von der EU geförderte Hydrogen Valley Deutschlands, das derzeit im Bundesland Bremen aufgebaut wird. Das Projekt erhält Fördermittel in Höhe von 9 Millionen Euro von der Clean Hydrogen Partnership (CHP) der EU und zielt darauf ab, die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff über verschiedene Industriesektoren hinweg – etwa Mobilität, Hafenwirtschaft, Bauwesen und Logistik – zu integrieren. Das Projektkonsortium umfasst 27 Partner aus ganz Europa, darunter auch schottische Partner, die an Aktivitäten zur Übertragbarkeit der Projektergebnisse beteiligt sind.
Des Weiteren präsentierte Christoph Tewis von der Tewis Projektmanagement GmbH das Projekt AquaPrimus, das die Offshore-Wasserstofferzeugung voranbringen und als Entwicklungs- und Demonstrationsplattform dienen soll. Hierbei werden technologische Innovationen im Bereich der Offshore-Wasserstofferzeugung unter Realbedingungen getestet und weiterentwickelt. Zudem stellte Martyn Tulloch vom Net Zero Technology Centre das Projekt Energy Hubs vor. Ein solcher Energy Hub ist ein spezifischer Standort, an dem alle für die großtechnische Produktion von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten erforderlichen Anlagen gebündelt werden. Schließlich präsentierte Martin McCormack von ETZ Ltd. die Test- und Demonstrationsanlagen für grünen Wasserstoff, die Anfang 2027 in Aberdeen eröffnet werden sollen. Es herrscht Einigkeit darüber, dass der sich entwickelnde europäische Wasserstoffmarkt eine enorme Exportchance für Schottland darstellt und dass die Zusammenarbeit zwischen Schottland und Deutschland erhebliche Potenziale bietet.