ISL präsentiert Forschung zu containerisierten maritimen Wasserstofftransporten
Der kürzlich von European Policy Solutions und NS HyMaP organisierte „Scotland - Northern Germany Hydrogen” Online-Workshop erörterte die Schlüsselrolle von Häfen in der Energiewende und die Entwicklung von Wasserstoff und seinen Derivaten. Die Schifffahrtsbranche muss diese Kraftstoffe nutzen, um die von der EU, den nationalen Regierungen und der IMO festgelegten Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Laut dem Wasserstoffexportplan der schottischen Regierung spielen schottische Häfen eine entscheidende Rolle im wachsenden Wasserstoffsektor und erleichtern den Export von Wasserstoff und Wasserstoffprodukten in externe Märkte.
In seinem Vortrag präsentierte Prof. Dr. Nils Meyer-Larsen, Geschäftsführer des ISL, die Ergebnisse des PROVIDE-Projekts zum containerisierten Seetransport von Wasserstoff. Da Wasserstoffpipelines erst in einigen Jahren verfügbar sein werden, stellt der Schiffstransport eine wichtige Alternative dar. Derzeit gibt es jedoch weder Transportschiffe noch Umschlag- oder Lageranlagen in ausreichendem Umfang, um große Mengen Wasserstoff zu importieren. Im Rahmen des PROVIDE-Projekts untersuchte das ISL eine weitere Option: Spezielle Druckgascontainer, die mit komprimiertem Wasserstoff befüllt und über die Meere transportiert werden können. Die Präsentation zeigte, dass der maritime Wasserstofftransport in Containern insbesondere bei kurzen Transportstrecken, beispielsweise in der Nordsee, eine praktikable Alternative darstellen kann.